Posts gespeichert unter 'Private Krankenversicherung'

Wenn die Krankenversicherung zur Kostenfalle wird

Nicht für jedermann ist ein private Krankenversicherung sinnvoll. Dieser Schritt sollte gründlich überlegt sein, will man finanzielle Einbußen verhindern.Zur Kostenfalle kann die private Krankenversicherung beispielsweise werden, stellt sich Nachwuchs ein. Die Vergrößerung der Familie kann zur Einsicht führen, daß die gesetzliche Krankenversicherung im Nachhinein gesehen eventuell die bessere Wahl gewesen wäre. Nicht verlassen kann man sich beim Vertragsschluß auf die Beratung der Versicherung oder eines Vermittlers. Wie das Oberlandesgericht Celle in einem aktuellen Urteil deutlich gemacht hat, haften weder der eine noch der andere für ein schlechte Beratung. Es gilt also, sich selbst möglichst umfassend zu informieren und alle denkbaren Zukunftsszenarien auch in Hinsicht auf die Krankenversicherung durch zu spielen. Ein überhaupt in allen Versicherungsfrage empfehlenswertes Vorgehen, da der Weg zu einem möglichen Schadenersatz auf jeden Fall kostspielig und langwierig sein wird. Besser ist eine gründliche Vorbereitung, um Ärger zu vermeiden.

Im zugrunde liegenden Fall mußte die Ehefrau des Klägers nach Geburt des zweiten Kindes aufhören zu arbeiten. Da der Ehemann sich privat krankenversichert hatte, mußte sie dies nun auch. Weitere Folge: auch die beiden Kinder hatten keine Anspruch auf Mitgliedschaft in der gesetzlichen Versicherung mehr und auch für sie mußte die Familie nun Beiträge zahlen.

Das Gericht befand, daß der Vermittler oder die private Krankenversicherung lediglich über ihre eignen Leistungen informieren müsse und ein Leistungsvergleich mit der gesetzlichen Krankenversicherung nicht zu ihren Pflichten gehöre.

jetzt kommentieren? 16. April 2008

Kassenpatienten warten länger

Wer als gesetzlich Krankenversicherter eine Arzttermin wünscht wartet länger als der Privatpatient. Was viele aus eigener Erfahrung wissen, wurde jetzt durch eine Studie bestätigt. Die privaten Krankenversicherer sehen die Verantwortung für diesen Missstand bei der Politik.Der Verband der privaten Krankenversicherungen (PKV) bemängelt, dass die Einsparungen in der gesetzlichen Krankenversicherung der letzten Jahre unter anderem dadurch möglich wurden, weil die Politik Ärzte und andere Gesundheitseinrichtungen auf die besseren Abrechnungsmöglichkeiten bei Privatpatienten verwiesen hat. Trotzdem nahm nicht nur der Leistungsumfang der Krankenkassen ab, sondern auch die Kassenhonorare wurden zunehmend geringer. Der Kassenpatient hat die Nachteile zu tragen, obwohl nach Erhöhung der Bemessungsgrenzen immer weniger den Wechsel zur privaten Krankenversicherung als Alternative zur Verfügung steht.

Die höheren Honorare, die Privatversicherte aufbringen müssen, trägt nach Ansicht der privaten Kassen auch zum Erhalt des insgesamt noch hohen Niveaus der medizinischen Versorgung bei. So profitieren auch die gesetzlich Versicherten von den Privatkassen.

Eine Vereinheitlichung der Honorare lehnt der Verband der privaten Krankenversicherer (PKV) ab. Diese Nivellierung würde auch zu einer einheitlichen Versorgung führen, allerdings auf einem niedrigeren Niveau als bisher. Nicht zuletzt würden sich die Wartezeiten noch einmal verlängern, wenn etwas Sprechstunden für Privatpatienten an Samstagen mangels angemessener Abrechungsmodalitäten wegfiele.

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Krankenversicherung - wann sind private Zusatzversicherungen sinnvoll?

Die Zeitschrift Finanztest liefert in ihrer Aprilausgabe Informationen zum Thema, wann eine private Zusatzversicherung empfehlenswert ist. Ungeachtet der Beliebtheit dieser Absicherungsform gibt es hier einiges zu beachten.Das Angebot der privaten Krankenvesicherer als auch der gesetzlichen Krankenkassen ist kaum überschaubar - beinahe jedem Risiko und jedem Kundenwunsch steht eine Vielzahl von Policen gegenüber. Wer gerne vom Professor persönlich behandelt werden möchte kann sich ebenso versichern wie derjenige, der auf ein hohes Krankentagegeld Wert legt oder darauf angewiesen ist - letzteres betrifft natürlich vor allem Selbstständige und Freiberufler.

Wirklich notwendig sind die privaten Zusatzversicherungen jedoch nicht: zum einen wird das Krankheitsrisiko bereits durch alle Standardtarife ausreichend abgedeckt, andererseits wird die Wunschleistung niemals vollständig abgedeckt.

Die Zeitschrift hat dennoch eine Zusammenstellung erarbeitet, die für Kunden mit bestimmten Wünschen sinnvoll sein können. So mag für Betroffene eine Police für Zähne, Brille sinnvoll sein, um voraussehbare Kosten zu minimieren. Eine Glaubensfrage ist die Absicherung für Naturheilverfahren. Absolut notwendig hingegen ist eine Auslandsreisekrankenversicherung. Im Falle einer schweren Erkrankung oder eines Unfalls wird so etwa der Krankenrücktransport versichert.

Als wenig sinnvoll erachten die Experten hingegen Krankenhaustagegeldversicherungen. Das Kostenerstattungsverfahren macht auch eine Vereinbarung zur Privatabrechnung mit dem behandelnden Arzt überflüssig.

jetzt kommentieren? 16. April 2008