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Riestern gegen die Krise

Die staatlich geförderte private Altersvorsorge mit Riester kommt nach anfänglichen Schwierigkeiten langsam in Schwung. Immerhin zeigt sich einer der großen Vorteile dieser Art, für das Alter zu sparen, gerade in diesen Zeiten einer unerwarteten Wirtschaftskrise. Riester - Verträge sind sicher vor Verlust. Staatliche Zulagen und Garantieverzinsung gibt es auch in schlechten Zeiten; außerdem werden die Spareinlagen der Anleger grundsätzlich so angelegt, dass sie nicht zur Insolvenzmasse des anbietenden Unternehmens gehören. Egal was passiert, die Riester - Rente wird auf jeden Fall ab dem Tag der Fälligkeit ausgezahlt, dafür hat der Gesetzgeber gesorgt. Wichtig bei der Wahl des Anbieters ist es, darauf zu achten, dass er tatsächlich eine Garantieverzinsung anbietet. Ansonsten endet diese Geldanlage womöglich mit Verlust, falls nicht wenigstens die Inflationsrate aufgefangen wird.

Auch die Riester - Variante Banksparplan ist genauso sicher wie ein Riester - Rentenvertrag. Hier bekommt man zwar nur die Zinsen, die der Markt aktuell hergibt; aber dafür ist das angelegte Kapital sicher vor Verlust. Anders sieht es aus, wenn man seine Riesterersparnisse in einen Fondsparplan einzahlt. Hier ist man dem Auf und Ab der Börse zwangsläufig ausgeliefert und hätte im Augenblick wohl schlechte Aussichten auf eine attraktive Zusatzrente. Zugesichert wird bei der letzten Variante nur, dass zum Stichtag mit der Rentenzahlung begonnen wird, nicht, wie hoch diese sein wird.

Wer sich die jährliche Mitteilung über seinen Riestervertrag anschaut und dabei feststellt, dass die Entwicklung nicht so verläuft, wie er sich das vorgestellt hat, sollte trotzdem von einer voreiligen Kündigung Abstand nehmen. Die Gebühren, die manche Anbieter kassieren, machen mitunter bis zu zwanzig Prozent der eingezahlten Beiträge aus. Diese Gebühren zahlt man zuerst,  bevor die eigentliche Sparleistung beginnt. Eine Kündigung ist also nur bei sehr jungen Verträgen ratsam, ansonsten verliert man viel Geld.

Anders sieht es bei Banksparplänen aus. Hier liegen die Gebühren bei moderaten fünfzig bis einhundert Euro, ein Wechsel ist also leicht und ohne große Kosten möglich.

Bei Fondssparplänen sollte man bedenken, dass die letztjährige Aktienentwicklung außergewöhnlich schlecht war und nicht typisch für das sonstige Börsengeschehen. Bevor man diese Verluste nun realisiert, ist Abwarten möglicherweise die bessere Alternative.

jetzt kommentieren? 22. Februar 2009

Riester - Rente: leere Versprechen

Die angeblichen Erfolge, die die Riester - Rente inzwischen angeblich hat, sehen in der Realität etwas anders aus. Die Zuwachsraten, die bei dieser staatlich geförderten Form der privaten Altersvorsorge zu verzeichnen sind, sehen nur auf dem Papier gut aus. Ein bedeutender Teil aller Bürger, die sich für einen Riester - Vertrag entschlossen haben, haben diesen inzwischen lange vor der Fälligkeit wieder gekündigt. Beinahe eine Million Kündigungen liegen bereits jetzt schon vor. Die Gründe dafür hat der Verbraucherschutz untersucht und das Ergebnis betätigt das Misstrauen gegenüber dieser Altersvorsorge.Die Riester - Rente trägt ihren Namen nach ihrem Initiator, dem damaligen Arbeitsminister Riester. Diese seit sieben Jahren bestehende staatlich geförderte private Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer betreiben aktuell etwas über zwölf Millionen Bürger. Dreiviertel dieser Sparer hat sich für einen Riester - Vertrag in Form einer Rentenversicherung entschieden, der Rest für verschiedenen andere Riester - Produkte.

Da diese Verträge der Altersvorsorge dienen, haben sie nahe liegender Weise eine lange Laufzeit, manche bis zu dreißig Jahren. Trotzdem haben über eine Million Kunden ihren Riester - Vertrag schon wieder gekündigt oder besparen ihn nicht mehr. Der Verbraucherschutz nennt als Grund dafür, dass gerade die Rentenversicherungsverträge eine sehr kostspielige Angelegenheit seien und für die meisten Kunden auf Grund ihrer komplizierten Struktur auch kaum verständlich. Daher wissen viele beim Abschluss gar nicht genau, welche Kosten mit dem Vertrag eigentlich auf sie zukommen.

So sind die Provisionen für solche Verträge extrem hoch, ähnlich wie bei Lebensversicherungen. Kein Wunder, dass diese Riester - Variante auch aggressiv verkauft wird. Wer sich diese Gebühren sparen will, sollte seine Riester - Förderung besser in einen Banksparplan oder einen Fonds investieren.

Jedenfalls beschweren sich immer mehr Sparer bei der Finanzaufsicht über ihre Riester - Verträge.. Der Verbraucherschutz jedenfalls rät, von einer Riester - Rentenversicherung besser in eine anderes gefördertes Produkt zu wechseln. Schon mit einem minimalen Renditegewinn kann man auch hohe Wechselgebühren wieder kompensieren.

Enttäuscht sind viele darüber, dass der Staat die Riester - Produkte, die er selbst fördert, nicht richtig kontrolliert. So gibt es zum Beispiel keine Vorschriften über die Provisionshöhe. Daher kommt es häufig vor, dass die Nebenkosten eines Riester - Vertrages höher sind, als der gesamte staatliche Zuschuss.

jetzt kommentieren? 22. Dezember 2008

Vier mal Riester - der Kunde hat die Wahl

Ob die Riester - Rente sicher ist, diese Frage ist ebenfalls im Verlauf der aktuellen Finanzkrise oft gestellt worden. Die Antwort lautet grundsätzlich ja. Der Staat garantiert jedenfalls zum Beginn des Rentenalters die Auszahlung aller eingezahlten Beiträge und aller staatlichen Zuschüsse. Dennoch gibt es für die Riester - Rente viele Varianten. Einer von vier ist auf jeden Fall für jedermann geeignet. Welcher der richtige für die individuelle Situation ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab.Zuerst einmal muss man sich eine Vertragsart aussuchen, die zur eigenen Lebenssituation passt. Und dann geht es auf die Suche nach dem passenden Anbieter.

Welche Art von Vertrag man sich aussucht, ist eine Frage, wie lange man noch Zeit zum Sparen hat und risikobereit man ist.

Riester - Banksparpläne sind etwas für Sicherheitsbewusste. Sie funktionieren wie ein ganz normales Sparkonto. Man zahlt Geld ein und erhält dafür Zinsen. Manchmal gibt es auch noch Boni, je nachdem, wie lange man die Bank an dem eingezahlten Geld hat verdienen lassen. Der Vorteil ist, dass man vom ersten Tag an gleich im Haben ist. Über eine durchschnittliche Laufzeit gerechnet, darf man mit einer Rendite zwischen vier und fünf Prozent rechnen. Allerdings gibt es dafür nicht allzu viele Anbieter. Solche Verträge schließen am besten Leute ab, die bereits die vierzig erreicht haben und die möglichst rasch Kapital aufbauen wollen.

Wer etwas risikobereiter ist, sollte sich für einen Riester - Fonds entscheiden. Da die Einzahlungen in Aktien und anderen Wertpapieren angelegt werden, sind die Renditeerwartungen hier am höchsten. Das gilt natürlich auch für das Verlustrisiko. Zwar kann man dank staatlicher Garantie seine eingezahlten Beiträge und die Zuschüsse nicht verlieren, aber wenn es schlecht läuft, erwirtschaftet man keine Rendite. Das kann man besonders dann riskieren, wenn man noch jung ist und eventuelle Verluste wieder ausgleichen kann.

Ein Riester - Rentenvertrag ist sozusagen der Klassiker bei den Riester - Produkten. Die Rendite ist allerdings bescheiden und hängt sehr vom Anbieter ab. Darüber hinaus entstehen relativ hohe Nebenkosten in Form von Gebühren. Allerdings weiß man vom ersten Tag an, wie hoch die spätere Rente ist. Für Leute, die genau planen wollen oder müssen, ist die trotzdem ein geeignetes Produkt.

Das gleiche Produkt gibt es auch in Kombination mit einem Fonds. Allerdings ist die Rendite hier nicht soviel höher wie man das erwarten würde. Die Kosten verzehren den Löwenanteil des Gewinns, den man, wenn überhaupt, erzielen kann.

jetzt kommentieren? 24. Oktober 2008

Riestern für Frührentner

Wer vorzeitig aus der Erwerbsleben ausscheidet, und fortan eine Erwerbsgemindertenrente bezieht, ist in aller Regel finanziell nicht auf Rosen gebettet. Da eine krankheitsbedingte Berufsunfähigkeit eher selten kurz vor dem regulären Rentenbeginn eintritt, sondern oft schon in relativ jungen Jahren, sind die Bezüge aus dieser Ersatzrente meistens eher gering. Das ist schlimm genug, jedoch war es diesem Personenkreis bislang nicht möglich, wenigstens für die Zeit nach dem Erreichen des Rentenalters zusätzliche Vorsorge zu betreiben, die auch staatlich gefördert wird. Sparen auf eigene Faust, sofern das finanziell möglich ist, war natürlich schon zuvor möglich, jedoch angesichts des durchschnittlich geringen Betrages, den ein Erwerbsgeminderter monatlich für Sparleistungen entbehren kann, wenig effektiv, da lediglich die normale Rendite der gewählten Anlageform das Kapital langsam vermehrt. Auch steuerliche Vorteile für solche Vorsorgemaßnahmen nutzen den meisten Betroffenen wenig, da sie auf Grund ihrer Einkommenssituation ohnehin nur wenig oder gar keine Steuer zahlen, also auch keine Steuern sparen können. Um diese Personen in den Genuss staatlicher Förderung zu bringen, hat die letzte Gesetzesänderung zur Riester - Rente auch hier neue Regel gebracht. Fortan gibt es auch für unfreiwillige Frührentner nicht nur die auch sonst übliche steuerliche Förderung. Vielmehr können sie im Rahmen eines Riester - Vertrages auch staatliche Zulagen beziehen, wie jeder normale Arbeitnehmer auch.Dies ist an wenige Voraussetzungen geknüpft. Zum einen muss eine volle Erwerbsminderung vorliegen und deshalb eine entsprechende gesetzliche Rente bezogen werden. Bereits bevor diese Rente bewilligt wurde, muss der Betroffenen berechtigt gewesen sein, Riester - Förderungen in Anspruch zu nehmen. Das wird bei allen Personen, die in sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen gewesen sind üblicher Weise der Fall sein. Grundsätzlich gehören auch Selbstständige und Beamte dazu. Wer nur einen 400-Euro-Job hatte, aber von der Möglichkeit der Aufstockung Gebrauch gemacht hat, wer sich in der Erziehungszeit befand oder wer arbeitslos war, gehört ebenfalls zu förderberechtigten Kreis.

Gleiches gilt auch für Beamte, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr Arbeiten können. Ihnen räumt man aus prinzipiell den gleichen Gründen wie bei den Erwerbsgeminderten die Fördermöglichkeit ein, da sie auf Grund ihrer Dienstunfähigkeit für das Alter keine Anwartschaften mehr erwerben können.

jetzt kommentieren? 04. Oktober 2008

Riestern fürs Eigenheim

Auch die eigenen vier Wände gehören zur Altersvorsorge dazu und sind ein wichtiger Baustein für ein sorgenfreies Dasein als Rentner. Um zum eigenen Haus zu kommen, kann man seit neustem auch die Riester - Rente einsetzen. Dies aus genau dem Grund, weil der Staat selbst genutztes Wohneigentum als Altersvorsorge anerkennt. Dank der Gesetzesänderung zur Riester - Rente kann man nicht nur die übliche selbst genutztes Immobilie wie Haus oder Eigentumswohnung finanzieren, sondern auch Genossenschaftsanteil erwerben oder sich den Platz in einem Altenwohnheim sichern.Man kann die Riester - Sparbeträge auf unterschiedliche Weise zur Finanzierung einer Immobilie einsetzen. Entweder man greift schon in der Ansparphase auf das Kapital nebst Zuschüssen zu oder man kann ein Viertel der Summe im Vertrag belassen und weitersparen. Weniger darf im Vertrag nicht verbleiben, damit die spätere Rente nicht so geringfügig wird, dass sich der Verwaltungsaufwand nicht lohnen würde.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, sich den Gesamtbetrag mit Beginn des Renteneintritts auszahlen zu lassen. Zu diesem Zeitpunkt wird man zwar schon längst in den eigenen vier Wänden wohnen, aber man kann auf diese Weise zum Beispiel den restlichen Kredit dafür tilgen.

Eine weitere Variante ist möglich, indem man die Riesterbeiträge, die Zulagen und Steuervorteile anstatt in den Riestervertrag in ein Darlehen zahlt, dass zur Finanzierung der eigenen Immobilien aufgenommen wurde. Dabei spielt es keine Rolle ob es sich um einen ganz normalen Kreditvertrag oder eine Bausparvertrag handelt.

Die Zulagen erhält man bei allen Varianten genauso, als ob man seinen Riester - Vertrag ganz normal führen würde. Konkret bedeutet dies, dass man als staatlichen Zuschuss einmal die Pauschale von einhundertvierundfünfzig Euro erhält und für jedes Kind nochmal einhundertfünfundachtzig Euro. Ist der Nachwuchs erst in diesem Jahr auf die Welt gekommen, erhält man sogar volle dreihundert Euro. Wer noch keine fünfundzwanzig ist, bekommt als Zulage einen einmaligen Betrag von zweihundert Euro gut geschrieben.

jetzt kommentieren? 27. September 2008

Riestern für Arme

Nach der Reform der Sozialsysteme kann es heute jedermann sehr schnell passieren, als Harz IV - Empfänger aufzuwachen. Schon nach einem Jahr Arbeitslosigkeit droht unvermeidlich ein Leben mit der Grundsicherung. Das man davon keine großen Sprünge machen kann, ist jedermann bekannt. Die dreihundertfünfzig Euro reichen bei ständig steigenden Preisen knapp zum Überleben, vorausgesetzt, es kommen keine unerwarteten Ausgaben auf einen zu. Wie man in einer solchen Situation noch Altersvorsorge betreiben soll, ist in der Tat ein großes Problem, obwohl es gerade dann besonders wichtig wäre. Jedes Jahr, das man mit Bezieher von Arbeitslosengeld II verbringt, senkt den künftigen Rentenanspruch unvermeidlich. Grund ist die Methode der Berechnung der späteren Rentenhöhe. Nur wer in einem Jahr das jeweilige Durchschnittseinkommen aller Arbeitnehmer erreicht, erhält einen vollen Punkt bei der gesetzlichen Rentenversicherung gut geschrieben. Liegt man darunter, werden entsprechende Prozente abgezogen. Das Arbeitsamt überweist jedoch nur den Mindestbetrag in die Rentenversicherung, der etwa einem Drittel von dem entspricht, was der Durchschnittsverdiener einzahlen würde. In Folge dessen sinkt ein bereits vorhandener Rentenanspruch im Laufe der Jahre, wenn nur noch unterdurchschnittliche Beiträge geleistet werden. Ist ein Ende der Arbeitslosigkeit nicht abzusehen, ist also eine Zusatzvorsorge dringend anzuraten, um den entstehenden Verlust wenigsten teilweise auszugleichen. Das geht auch als Harz IV - Empfänger, sofern man das Glück hat, zur Unterstützung etwas hinzu zu verdienen.Die Beiträge für eine Riester - Vertrag können nämlich von dem Zusatzverdienst insofern abgezogen werden, dass sie nicht auf die Unterstützung angerechnet werden. Im Idealfall zahlt also die Behörde für die private Altersvorsorge. Das lohnt jedoch nur bei einem Zusatzverdienst, der höher als vierhundert Euro ist. Andernfalls ändert sich auch nach Abzug des Mindestbeitrages nichts am Leistungsanspruch. Dieser so genannte Eigenanteil beträgt hier maximal zweitausendeinhundert Euro pro Jahr; wenigstens sechzig Euro pro Jahr müssen aber auf jeden Fall eingezahlt werden. Damit das ganze funktioniert, ist ein Hinzuverdienst von fünfhundertdreißig Euro erforderlich.

jetzt kommentieren? 16. September 2008

Riestern als Frührentner

Wer auf Grund einer Krankheit oder eines Unfalls eine Erwerbsminderungsrente bezieht,  hat das zwangsläufig das Renteneintrittsalter noch nicht erreicht. Nahe liegend ist daher der Gedanke, trotz des Handicaps noch etwas für die spätere reguläre Rentenzahlung zu tun. Um auch eine ansehnliche Rendite zu erzielen, würde man dafür gerne staatliche Förderung in Anspruch nehmen und von dort ist es nicht mehr weit, einen Riestervertrag ins Auge zu fassen. Bis vor kurzem stand diese Förderung nur regulär sozialversicherungspflichtig Beschäftigten offen. Im Zuge einer Erweiterung des Förderkreises, vor allem der Einsatz von Riesterbeträgen zum Erwerb eines Eigenheims, wurde auch Beziehern einer Erwerbsminderungsrente der Weg zum riestern frei gemacht. Die Förderung kann rückwirkend auch noch für das vergangene Jahr beantragt werden. Berechtigt sind auch Bezieher einer Berufsunfähigkeitsrente, sofern, und das gilt auch für Erwerbsgeminderte, sie eine volle Rente beziehen und nicht noch teilweise berufstätig sind. Da die Betroffenen keine weiteren Ansprüche in der gesetzlichen Rentenversicherung mehr erwerben können, hat der Gesetzgeber ihnen diesen Weg eröffnet. Wer noch Teilzeit arbeitet, hat ebenfalls auf diese Tätigkeit bezogen Anspruch auf Förderung. Das gilt auch, wenn die Rente nur auf Zeit gewährt wurde.Eine weitere Voraussetzung, die die meisten erfüllen werden, ist, dass man wenigstens ein Jahr vor Bezug der Rente sozialversicherungspflichtig tätig war.

Wer eine Erwerbsminderungsrente aus einem anderen Staat bezieht, darf in Deutschland dann riestern, wenn es die andere Rentenversicherung der unseren vergleichbar ist. Zur Ermittlung der Fristen ist der Zeitpunkt maßgeblich, zu dem die Rente bewilligt, nicht der, zu dem sie das erste Mal gezahlt wurde. Maßgeblich für den Beitrag ist die unversteuerte Rente, sofern man nicht noch über andere Einnahmen verfügt. Zur Bruttorente gehören auch die Anteile, die man unmittelbar für die Sozialversicherung wieder abführen muss, also zum Beispiel die Krankenversicherung. Bezieht man eine Rente aus dem Ausland, wird diese ebenfalls zur Berechnung des Mindestbeitrages heran gezogen.

jetzt kommentieren? 26. August 2008

Riester - Auszüge oft völlig unzureichend

Jeder Sparer auf eine Riester - Rente hat einen gesetzlich festgeschriebenes Anrecht auf jährliche Informationen zu seinem Vertrag. In dieser Info müssen alle relevanten Daten aufgeführt werden, also zum Beispiel muss ersichtlich sein, wie viel der Kunde schon an Sparleistungen erbracht hat und welche gesetzlichen Zulagen auf seinem Riester - Konto gutgeschrieben wurden. Dazu gehört natürlich auch der aktuelle Kontostand inklusive der bisherigen Wertentwicklung, also welche Rendite die eingezahlten und zugeschossenen Beträge inzwischen erwirtschaftet haben. So weit, so gut. Da alle Riester - Anlagen entweder bei einer Bank, einer Versicherung oder einer Fondsgesellschaft geführt werden, sollte man annehmen, das die Zusammenstellung einer solchen Information für diese Unternehmen kein Problem darstellt. Schließlich gehört es zum täglichen Brot einer Bank, ihren Kunden Auszüge zum geführten Konto oder gewährtem Kredit zu versorgen.Die Praxis sieht da leider ganz anders aus. Eine aktuelle Überprüfung, wie die Anbieter ihrer Informationspflicht nachkommen, hat sehr unerfreuliche Ergebnisse zu Tage gefördert. Nicht nur, dass die Auszüge zum Riester - Konto kundenunfreundlich gestaltet waren, also unübersichtlich und unklar, zum Teil fehlten sogar vorgeschriebenen Angaben oder sie waren am Ende gar fehlerbehaftet. Nicht eine einzige der achtundzwanzig geprüften Informationen konnte als gut eingestuft werden.

Das Gros der Kontodaten wurde gerade noch mit einer ausreichenden Note bedacht, während immerhin fast zehn Prozent der Kandidaten völlig unzureichende Arbeit leisteten. Das hat nicht nur für den Informationsstand der Sparer Auswirkungen, sondern oft handfeste finanzielle Nachteile. Während man mit einer unzureichend aufgearbeiteten Information über seinen Sparplan noch leben könnte, sofern in der Sache alles seine Ordnung hat, verlieren viele Anleger durch die schlechte Information Geld, wenn dadurch zum Beispiel nicht rechtzeitig oder gar nicht zustehende Fördermittel beantragt werden.

Auch neigen viele Unternehmen dazu, in der Jahresinformation ihre Kunden darüber im Unklaren zu lassen, welche Kosten ihnen der Vertrag verursacht. So ist oft nicht ersichtlich, ob und in welcher Höhe Gebühren oder sonstige Kosten anfallen und wie sie das Sparergebnis beeinflussen. Das verwendete Vokabular ist für den Laien oft völlig unverständlich und stellt das Gegenteil einer Information dar. Am besten schnitten noch die Produkte ab, die die schlechtesten Renditen einbringen, nämlich simple Banksparpläne. Diese sind einfach strukturiert und daher ohne tiefer gehende Informationen verständlich. Leider sind sie aber bezüglich der späteren Rentenhöhe nicht die erste Wahl des Anlegers.

jetzt kommentieren? 22. Juli 2008

Was bleibt übrig von der Riester - Rente?

Die Einführung der Riester - Rente wurde als erster grosser Erfolg im Kampf gegen die Altersarmut gefeiert. Eigene Sparanstrengungen wurde reizvoll gemacht durch staatliche Zuschüsse und Steuerbegünstigungen für Riester - Sparer. Die zusätzliche Altersrente, die auf diese Weise erworben wird, sollte die immer grösser werdende Versorgungslücke in der gesetzlichen Rentenversicherung ausgleichen und verhindern, dass immer mehr Rentner auf Sozialleistungen beziehungsweise die Grundrente angewiesen sind.Millionen haben inzwischen Riester - Verträge abgeschlossen in der Erwartung, damit im Alter besser dazustehen.

Allerdings mehren sich die Zeichen, dass all die zukünftigen Rentner eine böse Überraschung erleben werden, wenn sie das Bezugsalter erreicht haben und die ersten Zahlungen von Riester und der gesetzlichen Rentenkasse eingehen. Gerade Personen, die nur ein bescheidenes Einkommen in ihrem Berufsleben erzielt haben, hätten sich diesen Aufwand möglicherweise besser gespart. Selbst der Erfinder der Rürup - Rente, der auch die Regierung berät, zweifelt, ob es sich für diese Zielgruppe lohnt einen Riester - Rente anzusparen. Dabei waren es gerade die unteren Einkommensgruppen, die zum einen durch die Rentenreform besonders hart getroffen werden und denen man zum anderen mit diesen neuen Vorsorgeinstrumenten besonders helfen wollte.

Laut einer aktuell durchgeführten Studie, bleibt diesen Leuten am Ende grösstenteils überhaupt nichts übrig von ihrer Altersvorsorge. Zur Falle wird diesen Rentner die Grundsicherung. Diese dient als Mindestrente für jedermann, der in die gesetzliche Rentenkasse eingezahlt hat und die er in voller Höhe erhält, selbst wenn seine Beitragsleistung dies eigentlich nicht rechtfertigt. Das Fatale ist aber, dass alle anderen Einkünfte auf diese Grundsicherung angerechnet werden. Es ist keinesfalls so, dass jemand diese Basisrente erhält und sie mit seiner Riester,- oder Rürup - Rente aufbessern kann. Diese und auch eine eventuelle betriebliche Altersvorsorge werden darauf voll angerechnet. Das Ergebnis: die gesamte Sparleistung während des Berufslebens kommt dem Sozialträger zugute, nicht dem Rentner. Der hat zum Schluss ausser der Grundsicherung keinen Cent mehr, als er ohne seinen eigenen Beitrag gehabt hätte.

Dieses Schicksal kann laut Berechnungen in der Studie auch einen Durchschnittsverdiener treffen, der die vollen Beitragsjahre in die Rentenkasse eingezahlt hat, aber zum Beispiel durch Zeiten von Arbeitslosigkeit und Krankheit schliesslich nur ein Rentenniveau auf Höhe der Grundsicherung erreicht.

Zur Zeit, solange diese Regelungen nicht geändert werden, ist Riestern nur für Gutverdiener interessant. Wer wenig nach Hause bringt, spart sich diese Geld besser.

jetzt kommentieren? 11. Juni 2008

Riestern von zu Hause

Meist ist der Anlass eine Familiengründung der dazu führt, dass einer der Ehepartner sich zumindest für einige Jahre als Hausfrau,- oder Mann betätigt und keiner Erwerbsarbeit nachgeht. Obwohl der Gesetzgeber Familien durch Elterngeld und andere Leistungen fördert und auch die persönliche Kinderbetreuung durch Einführung des Elternjahres begünstigt, erleidet der Daheimbleibende Verluste bei seinem Rentenanspruch.

Als besonders tückisch erweist sich dabei die Berechnung späteren Rentenhöhe für Berechtigte, die zeitweise aus dem Beruf aussteigen oder eine geringer bezahlte Teilzeitstellung annehmen. Da die spätere Rente über den gesamten Zeitraum der Beitragszahlungen ermittelt wird, ist es keineswegs so, dass bereits erworbene Ansprüche unverändert bleiben und sich lediglich nicht weiter erhöhen. Durch Mittlung der Beitragsleistungen haben beitragslose Zeiten zur Folge, dass sich die bestehenden Ansprüche sogar verringern. Daher ist es ratsam, diese stetig wachsende Versorgungslücke rasch zu schließen. Dies gilt besonders, wenn der Wiedereinstieg in den Beruf ungewiss ist, etwa weil man den Job gekündigt hat oder aus anderen Gründen keinen Mutterschaftsurlaub oder vergleichbares in Anspruch nehmen konnte.

Eine Möglichkeit zum Ausgleich des entstehenden Verlustes ist ein Modell der Riester-Rente, das auch Hausfrauen, - bzw. Männer nutzen können. Interessant dabei ist, dass der Betroffenen keinen eigenen Beitrag zahlen muss; mangels eigenem Einkommen wäre dies in der Regel auch kaum möglich.

Einzige Voraussetzung ist ein Riester-Vertrag des weiter erwerbstätigen Ehepartners. Ist ein solcher vorhanden, kann ein Zulagenvertrag dazu abgeschlossen werden. In diesen wird der staatlich gewährte Zuschuss zur Riester-Rente für den verbliebenen Ehepartner eingezahlt, sowie die Zulagen für die Kinder. Ansonsten muss kein eigener Beitrag geleistet werden, außer während der offiziellen Elternzeit, in der ein reduzierter Mindestbeitrag fällig wird; da in diesem Zeitraum jedoch Elterngeld gewährt wird, bleibt dies eine zumutbare Belastung.

jetzt kommentieren? 20. Mai 2008

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