Unfallversicherung und Altersvorsorge
Für das Alter vorzusorgen ist nicht nur ratsam sondern in einer Zeit sinkender Renten überlebensnotwendig, will man als Rentner nicht auf Sozialhilfe angewiesen sein. Damit ist jedoch noch nicht alles getan, um den Ruhestand sorgenfrei zu genießen. Dazu benötigt man ebenfalls den richtigen Mix von Versicherungen, die vor und während des Rentenbezugs alle relevanten Risiken abdecken und schwerwiegenden finanzielle Einbußen vorbeugen.Erstes Element dieser Absicherung ist eine Unfallversicherung beziehungsweise eine Unfallrentenversicherung. Was auf den ersten Blick vielleicht wenig einsichtig ist, warum eine solche Police etwas mit der späteren Rente zu tun hat, erschließt sich schnell bei näherer Betrachtung. Stößt ihnen während der Ansparzeit in ihrem aktiven Berufsleben etwas zu, können sie schlimmstenfalls in eine Situation geraten, in der sie arbeitsunfähig sind, ergo ihre Sparleistung nicht mehr werden aufbringen können. Eine Unfallversicherung hilft ihnen dabei durch eine einmalige Zahlung eines bestimmten Betrages. Die Unfallrentenversicherung dagegen zahlt ihnen ab einer 50 %igen Invalidität lebenslang eine monatliche Rente. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung deckt mit anderem Schwerpunkt das Risiko der Invalidität ebenfalls ab, die jedoch nicht jeder erhält. Bestimmte gefährliche Berufe werden beispielsweise nicht versichert oder zu unerschwinglichen Prämien. Eine bereits vorhandene Erkrankung kann ebenfalls einem Abschluss im Wege stehen. In diesem Fall ist eine Unfallabsicherung jedenfalls besser als gar keine Vorsorge. Ob und wieviel Geld ihnen die Unfallversicherung zahlt ist in der so genannten Gliedertaxe geregelt. Je nach Unfallfolge entscheidet sich anhand dieser Regelung der Grad der Berufsunfähigkeit und damit der Zahlungsverpflichtung der Versicherung.
Überlegenswert sofern sie es sich leisten können, ist der Abschluss sowohl einer Unfallversicherung als auch einer Unfallrentenversicherung. Tritt der Versicherungsfall ein erhalten sie sowohl eine Einmalzahlung als auch eine Rente. Müssen sie etwa nach dem Unfall ein behindertengerechtes Auto anschaffen oder ähnliche Investitionen tätigen, kann diese Einmalzahlung durchaus gelegen kommen.
Bleibt zu entscheiden, wie hoch die Absicherung sein sollte. Wie hoch ihre Rente sein sollte, von der sie im Zweifel ihre restlichen Tage leben müssen, hängt von ihren Ansprüchen und ihrem Lebensstandard ab. Weniger als tausend Euro im Monat sollten es aber nicht sein, um wenigstens das Notwendigste abzudecken. Achten sie beim Abschluss darauf eine dynamische Rente zu vereinbaren, dann steigt ihr Einkommen jährlich an. Der Beitrag für diese Extraleistung ist natürlich entsprechend höher.
Da schwere Unfallfolgen unmittelbare hohe finanzielle Belastungen zur Folge haben können, sollte bei einer Unfallversicherung die Versicherungssumme wenigstens einhunderttausend Euro betragen um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.
jetzt kommentieren? 24. April 2008