Gesundheitsreform senkt Renten

15.Dezember 2008

Nach einer bescheidenen Rentenerhöhung in diesem Jahr, steht den Rentnern im kommende prompt eine nicht unerhebliche Rentenkürzung ins Haus. Grund dafür ist der neue Gesundheitsfonds, der ab nächstem Jahr das System der gesetzlichen Krankenkassen ergänzen soll. In diesen Fonds zahlen ab Januar alle Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen ihre Beiträge. Der Fonds wiederum verteilt die Geld an die einzelnen Versicherer. Im Zuge der Einführung des Fonds wird der Beitragssatz für die Krankenversicherung vereinheitlicht und wird künftig für alle Versicherten bei 15,5 Prozent liegen. Das wiederum heißt: für die überwiegende Mehrzahl aller Bürger wird die Krankenversicherung teurer werden, da der Großteil der Krankenkassen bislang geringer Beiträge erhoben haben.

Dies trifft natürlich auch die Rentner, die von ihrem Alterseinkommen auch Krankenkassenbeiträge entrichten müssen. Geld sparen werden nur diejenigen, die bislang in einer Kasse versichert waren, deren Beiträge noch höher als der künftige Einheitssatz waren. Das ist jedoch der weitaus geringere Teil aller Versicherten, für die Mehrheit wird weniger von der Rente übrig bleiben als bislang. Das erste Mal wird der neue Beitragssatz im Januar des nächsten Jahres bei der Berechnung der Sozialabgaben berücksichtigt.

Im Schnitt werden die Deutschen Rentner durch diese Preissteigerung ein halbes Prozent weniger Geld zur Verfügung haben als noch in diesem Jahr. Allein das verzehrt die diesjährige Rentenerhöhung schon zu einem guten Teil. Rechnet man die allgemeine Preissteigerung mit ein, so kommt faktisch eine Rentenkürzung dabei heraus.

Die Bundesregierung versucht diesen Umstand aus Anlass einer Anfrage zu beschönigen, indem sie anführt, die Rentner seien nicht stärker betroffen als alle anderen Bürger auch, die Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse wären. Das ist natürlich nur die halbe Wahrheit, da zumindest ein Teil der Arbeitnehmer wesentlich größere Lohnerhöhungen erhalten haben als die Rentner. Bedenkt man, dass die Renten auch wesentlich geringer ausfallen als das letzte Nettogehalt des Ruheständlers, so erkennt man leicht, dass die Rentner sehr wohl überdurchschnittlich stark von der Erhöhung der Krankenkassebeiträge betroffen sind.

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